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Beim neuen Sportgelände in Pankow sollen alte Hindernisse abgebaut werden

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Auf dem Gelände der Kurt-Tucholsky-Oberschule in Pankow beginnen dieser Tage die Arbeiten am neuen »Peter-Panter-Sportpark«. Der Park, ein Kooperationsprojekt aus der Schule und dem Verein Pfeffersport ist nach Aussage des Vereins der erste inklusive Sportpark Berlins. Ende Juni soll bereits der Fußballplatz genutzt werden. Vergangene Woche wurde hier der Spatenstich gefeiert.

»Ein zentraler Gedanke hinter dem Projekt war für uns, den Mädchenfußball zu stärken. Dafür stehen bei den Vereinen häufig viel zu wenig Plätze zur Verfügung«, sagt Schulleiterin Suzann Haße. Das Beispiel zeigt: Bei Inklusion geht es nicht nur um Barrierefreiheit. »Uns geht es auch darum, Inklusion anders in die Köpfe zu bringen«, sagt Janine Rosenheinrich, Geschäftsführerin bei Pfeffersport. »Inklusion beginnt im Verein. Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, miteinander Sport zu treiben. Ganz egal, wer sie sind, wo sie herkommen und ob sie eine Behinderung haben oder nicht.« Der Verein versucht Inklusion, vor allem durch ein breites Angebot zu verwirklichen. Der Wettkampfgedanke steht nicht an erster Stelle. Neben Fußball und Basketball finden auch Freizeitsportarten wie Frisbee und Yoga ihren Platz.

Oft sei es schwer, Angebote umzusetzen, weil es an geeigneten Räumen mangele, sagt Margarete Goj, Pressesprecherin des Vereins: »Häufig ist es so, dass ein Bauprojekt inklusiv geplant wird, die Architekten dann aber gewisse Dinge außen vor lassen.« Die Freude über das eigene Gelände ist groß. »Die Chance bei dem Park ist, dass wir an der Umsetzung beteiligt sind. So können wir als Verein mit unserem Erfahrungsschatz dafür sorgen, dass es dann auch wirklich inklusiv umgesetzt wird«, sagt Goj.

Wirklich inklusive Räume schaffen und Aufmerksamkeit für das Thema bei Vereinen herstellen, das sind auch die zentralen Herausforderungen für Kirsten Ullrich, Vizepräsidentin beim Landessportbund. »Ich tendiere dazu zu sagen, wir stehen noch am Anfang. Auch wenn die Thematik wirklich mehr in die Öffentlichkeit gerückt ist. Trotzdem sind auch im Sportbund und den Verbänden viele Einrichtungen noch nicht barrierefrei«, sagt sie. Der Gedanke, die Inklusion dort weiter zu stärken, das ist die Aufgabe des »Netzwerk Sport & Inklusion« beim Landessportbund, in dem Ullrich aktiv ist. »Wir als Netzwerk wollen die Strukturen des organisierten Sports für Menschen öffnen, die in der Vergangenheit gar nicht oder nur unzureichend repräsentiert waren.«

Auch beim »Peter-Panter-Sportpark« soll noch viel geschehen. Die Initiatoren hoffen dabei auch auf Beteiligung aus dem Kiez. 30 000 Euro an Spenden waren in einem Jahr zusammen gekommen - der Bau konnte beginnen. Doch obwohl dabei von vorn herein an alle gedacht wurde: Rollstuhlgeeignet ist der Rasenplatz nicht. »Ein Kunstrasenplatz wäre einfach zu teuer gewesen«, sagt Goj. »Wir möchten klein anfangen und das Angebot dann erweitern. Das kommt auch darauf an, was nachgefragt wird. Da steht noch vieles offen.« Rollstuhlfußball soll trotzdem bald möglich werden. Ein geeigneter Platz ist geplant. Und auch über eine Tartanbahn wird schon nachgedacht.

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