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Der neugewählte Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO verkörpert Widersprüche und Hoffnungen zugleich. Als erster Afrikaner auf diesem Posten wird Tedros Adhanom Ghebreyesus von den Gesundheitsministern des Kontinents gefeiert. Er bringt Erfahrungen für die unterfinanzierte und bürokratische Organisation mit. Als Biologe mit einem Master in Immunologie und einer Promotion in Public Health verfügt der 52-Jährige über eine solide akademische Bildung, die er teils in Großbritannien erwarb.

Zudem hat der Äthiopier einen guten Ruf als Malaria-Forscher. In seiner Heimat war er von 2005 bis 2012 Gesundheitsminister. Damals ließ er 3500 medizinische Zentren aufbauen und steigerte die Zahl der Beschäftigten im Sektor auf das Siebenfache. Zusätzlich ließ er 40 000 Helferinnen für Basisversorgung und Beratung in ländlichen Regionen ausbilden. Er erreichte deutliche Verbesserungen bei der Bekämpfung von Kindersterblichkeit, Tuberkulose, Malaria und Aids.

Zugleich arbeitete Dr. Tedros - wie er sich selbst nennt - in führender Position für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Das internationale Finanzierungsinstrument dürfte ihn auf wesentliche WHO-Geldgeber vorbereitet haben, denn zu den Fonds-Gründern gehören auch Microsoft-Gründer Bill Gates und dessen Frau Melinda. Tedros verkündete nach seiner Wahl dennoch die Vision einer »Welt, in der jeder einzelne, unabhängig von Herkunft und Wohnort, ein gesundes und produktives Leben leben kann.« Er wolle eine bezahlbare Gesundheitsversorgung für jeden Menschen, die WHO solle dafür zu einer »effektiven, transparenten und zuverlässigen Agentur« werden.

Unumstritten ist Tedros nicht: Während des Wahlkampfes wurden Vorwürfe laut, nach denen er Choleraepidemien verharmlost haben soll, um seine Bilanz zu verbessern. Der Politiker wird beschuldigt, in seiner Zeit als Außenminister von 2012 bis 2016 die Tabakindustrie zu mehr Investitionen ermutigt zu haben. Er sei zudem Teil einer korrupten und repressiven Regierung gewesen.

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