Klagen für Einsicht in Glyphosat-Studien

Brüssel. Mehrere Grünen-Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben Klage vor dem Europäischen Gerichtshof erhoben, um die Lebensmittelbehörde Efsa zur Freigabe von Studien über das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu zwingen. Die Klage sei kein Angriff auf die Efsa, erklärte der EU-Parlamentarier Martin Häusling. Vielmehr gehe es darum, Klarheit zu schaffen, welche Informationen offen gelegt werden müssten. Die Internationale Agentur für Krebsforschung hatte im März 2015 erklärt, dass Glyphosat »wahrscheinlich krebserzeugend« sei. Die Efsa dagegen stufte das Mittel im November 2015 als ungefährlich ein und berief sich auf Forschungsergebnisse, ohne diese offenzulegen. Die Abgeordneten werfen der Efsa vor, damit die Glyphosathersteller zu schützen, die eine der Studien finanziert haben sollen. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung