Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Allzeit gesprächsbereit

Regina Stötzel über Gabriels Bemühungen um das deutsch-türkische Verhältnis

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: 1 Min.

Grundsätzlich ist Gesprächsbereitschaft eine prima Sache. Allerdings wirken die Versuche, das deutsch-türkische Verhältnis zumindest wieder leicht zu verbessern, irgendwie recht einseitig. Worin hätte ein Kompromiss zu Incirlik bestehen können? Dass Deutschland im Gegenzug für ein selbstverständliches Besuchsrecht seiner beim NATO-Partner stationierten Soldaten die türkischen Bürger, die hier Asyl beantragen, in türkische Gefängnisse liefern lässt?

Nun aber bleibt das Besuchsverbot bestehen und Sigmar Gabriel hat bekräftigt, dass die Bundeswehrsoldaten abziehen werden, wenn das Besuchsverbot bestehen bleibt. So war die Sachlage, bevor der deutsche Außenminister zum Krisengespräch in die Türkei reiste, und so ist sie jetzt. Nur dass sich Gabriel noch gesteigerte Vorwürfe gefallen lassen musste, »Europa« setze gezielt Journalisten als Agenten ein, um wirkungsvollere Kampagnen veranstalten zu können, wenn die unliebsamen Kritiker eingesperrt werden. Gegen den »Welt«-Korrespondenten Deniz Yücel wiederholte Gabriels Amtskollege Mevlüt Cavusoglu die absurden Vorwürfe des Agententums und des »Terrors«, was nach der neuen Logik auch ein Terrorvorwurf an die Bundesregierung ist. Aber dieser dürfte abprallen wie vor Wochen die Nazivorwürfe. Und was der Türkei wohl als einziges wehtun würde - finanzielle Konsequenzen - dürften in weiter Ferne bleiben.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln