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Thüringer Dorf in 16 Tagen viermal überflutet

Felder um Wiegendorf sind so durchnässt, dass schon ein starker Regen neue Sturzbäche durch den Ort bringen kann

Erfurt. Die kleine thüringische Gemeinde Wiegendorf bei Weimar ist innerhalb von nur 16 Tagen von vier Unwettern heimgesucht worden. Nach dem 19. und 31. Mai musste das Unterdorf am Pfingstwochenende gleich doppelt mit einem Hochwasser kämpfen, berichtet die »Thüringer Allgemeine«.

Inzwischen seien die Felder um den Ort so durchnässt, dass schon ein starker Regen für neue Sturzbäche durch das Dorf sorge, hieß es. »Wir sind platt. Die Nerven liegen blank«, sagte Jan Kreutzer, der Chef des Wiegendorfer Feuerwehrvereins, der Zeitung. »Die Kraft ist raus. Und die Stiefel und Schläuche können gar nicht so schnell trocknen, wie wir sie brauchen.« Aber das Dorf halte zusammen, fügte er hinzu.

Trotz Vorsorge - die Gemeinde hatte 40 Tonnen Sand und 3500 Säcke geordert - und der Hilfe aus den Nachbarorten und durch Kameraden des Technischen Hilfswerkes habe das Wasser wieder knietief auf den Straßen gestanden. Besonders schwer habe es erneut den Fensterbauer EuroLam getroffen, dessen Firmenhalle überflutet wurde. Den Schaden, den die Unwetter der vergangenen zweieinhalb Wochen allein hier anrichteten, schätzte die Geschäftsführung inzwischen auf eine halbe Million Euro.

Jede Wolke am Himmel schüre inzwischen die Angst, dass der Teufelskreis von Regen und Hochwasser von Neuem beginnen könnte. »Wir brauchen dringend Hilfe, um uns dauerhaft vor dem Wasser schützen zu können«, sagte Kreutzer der Zeitung. »Unsere Gemeinde hat überhaupt nicht das Geld dazu, um das allein zu stemmen.« Doch auch für die nächsten Tage ist in der Region mit Regen zu rechnen. epd/nd

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