Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Mär der freien Azubi-Plätze

Ellen Wesemüller zur Suggestion, Arbeit für alle anzubieten

Es scheint ein »perfect match« zu sein: Auf der einen Seite gibt es laut Industrie- und Handelskammer fast 1900 freie Ausbildungsplätze in Berlin - auf der anderen Seite stehen über 1700 Geflüchtete Schlange, um über den Weg der Ausbildung endlich zu Arbeit und zur Integration zu kommen. Für jeden Geflüchteten ein Platz, könnte man meinen, doch eine Milchmädchenrechnung ist das nicht nur, weil die Geflüchteten an Sprachhürden, fehlenden Lebensläufen und E-Mail-Adressen scheitern.

Es ist die Ausbildungsplatzmisere selbst, die eine Mär ist. Denn es ist nicht so, dass sich tatsächlich keine Auszubildenden finden lassen, sondern lediglich keine, die den Ansprüchen der Unternehmen genügen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Nicht umsonst haben Schüler aus Bremen gegen diese Statistik geklagt, denn sie zählt nicht diejenigen, die keinen Ausbildungsplatz erhalten haben und stattdessen Praktika oder ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, auch nicht jene, die als »nicht ausbildungsreif« gelten. Rechnet man sie hinzu, haben nur 37 Prozent der Suchenden eine Stelle gefunden.

Geflüchtete sind nur eine, wenn auch medial stark präsente Gruppe, der suggeriert wird, mit einem Ausbildungsplatz »integriert« zu werden. Und klappt es nicht, dann hat es wohl an ihnen selbst gelegen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln