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Potenzial für neue Massenopposition

Callum Cant über die Auswirkungen des britischen Wahlergebnisses für die außerparlamentarische Linke

  • Von Hamid Mohseni
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Callum Cant lebt in Brighton und forscht über Streik-Bewegungen in Großbritannien seit Ausbruch der Krise von 2008. Er war Fahrer beim Online-Lieferdienst Deliveroo und einer der Hauptorganisatoren des erfolgreichen basisgewerkschaftlichen Kampfes für u.a. höhere Löhne. Cant ist aktiv beim antiautoritären, kommunistischen Bündnis Plan C (www.weareplanc.org/). Mit ihm sprach Hamid Mohseni.

Die Tories bleiben stärkste Kraft, aber Labour feiert. Was ist passiert?
Der politische Status quo hat sich in der Wahlnacht spektakulär in Luft aufgelöst. Labour hat 30 Sitze hinzugewonnen, die Tories haben 13 verloren - und damit ihre parlamentarische Mehrheit. Die britische Wählerschaft hat der Austerität als politischen Normalvollzug eine klare Absage erteilt. Dem ersten Eindruck nach haben sich vor allem junge Wähler an die Urnen aufgemacht und eine links aufgestellte Labour-Partei zu neuem Leben verholfen. Die angestrebte Kooperation von Tories und den nordirischen Unionisten (DUP) ist mit nur einem Sitz über der Mehrheitsgrenze sehr brüchig, Neuwahlen scheinen nicht unwahrscheinlich. Mays Kampagne drehte sich um zwei Parolen. Erstens wollte sie eine »starke und stabile Führung« verkörpern und zweitens warnte sie, dass Corbyn nur als Spitze einer »Koalition des Chaos« Premierminister werden könne. Nun bildet sie die Koalition de...


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