Werbung

»Identitäre« bedrohten Studierende in Halle

Mehrere extrem Rechte trugen auf dem Universitätsgelände in Halle Messer und Pfefferspray bei sich / Polizei musste eingreifen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Halle (Saale). Mehrere bewaffnete extrem Rechte haben auf dem Universitätsgelände in Halle Studierende beleidigt und bedroht. Die fünfköpfige Gruppe sei am Montagmittag in der Mensa aufgetaucht und habe anwesende Studierenden beschimpft, teilte die Polizei in Halle mit. Die alarmierten Beamten konnten eingreifen, bevor es zu tätlichen Übergriffen kam. Die Polizei stellte bei der fünfköpfigen Gruppe unter anderem ein Einhandmesser, Quarzhandschuhe und Pfefferspray sicher. Die Gegenstände seien zuvor jedoch nicht zum Einsatz gekommen. Die Polizei vermutet ein politisches Motiv, der Staatsschutz ermittelt. Die Hintergründe der Aktion blieben zunächst unklar.

Laut einem Bericht der »Mitteldeutschen Zeitung« handelt es sich bei den fünf mutmaßlichen Tätern um Anhänger der extrem rechten »Identitären Bewegung«. »Kontrakultur Halle«, die sich als identitäres Projekt bezeichnen, haben sich in den sozialen Netzwerken zu dem Vorfall bekannt.

Die sogenannten Identitären sind eine völkische Gruppierung, die sich mit Aktionen im öffentlichen Raum und in den sozialen Netzwerken als eine Bewegung inszenieren. Damit wollen sie sich den Anschein einer großen Organisation geben. Tatsächlich kommen die wenigen Anhänger aus dem Milieu extrem rechter Burschenschaften, der AfD und der NPD. Die Organisation wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die »Identitären« planen für den kommenden Samstag einen Aufmarsch in Berlin. Bereits im letzten Jahr haben anlässlich des Aufstands in der DDR am 17. Juni 1953 ungefähr 100 Rechte in Berlin demonstriert. Dieses Jahr wird mit mehr Teilnehmern gerechnet.

Es sind bereits Gegenproteste geplant. Unter anderem mobilisieren Künstler und Künstlerinnen für eine »Glänzende Demo«, bei der gegen die Rechten und ihren Hass glänzend gefeiert werden soll. »Wenn die sogenannte ‘Identitäre Bewegung’, ein Teil der neuesten Generation von Neonazis, versucht, das Andenken an den 17. Juni 1953 für sich zu reklamieren und darauf ihre krude Selbstwahrnehmung als Widerständige aufzubauen, wollen wir dagegenstehen – und gleichzeitig auch für eine Gesellschaft einstehen, die sich nicht abschottet«, heißt es dazu von den Veranstaltern. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!