Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Sensibilisieren und helfen

Stefan Otto fordert mehr Unterstützung für Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch

Es ist erschreckend, wie viel Nichtwissen es über sexuellen Kindesmissbrauch gibt. Wie viel Mutmaßungen, Gerüchte - und auch, wie oft weggeschaut wird. Der Zwischenbericht der Aufarbeitungskommission ist erschütternd und hat seine Wirkung nicht verfehlt.

Auf den ersten Blick sind die Gesprächsangebote der Kommission ein unverbindlicher Ansatz, der aber wirkungsvoll ist. Denn Reden über das Tabu hilft. Den Betroffenen gibt es ein Zeichen, dass sie gehört und verstanden werden. Darüber hinaus stößt das Gremium eine gesellschaftliche Diskussion an, die wichtig ist, um zu sensibilisieren.

Leider ist die Bundesregierung offenbar nicht gewillt, die Arbeit des Gremiums ausreichend zu unterstützen. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack, als handle es sich doch nur um das aufgebauschte Leid Einzelner. Dabei sind sexuelle Übergriffe bei Weitem kein Randphänomen. Neue Studien zeigen, dass annähernd jedes zehnte Kind solche Gewalterfahrungen macht.

Angesichts dieses Ausmaßes ist die Politik gefragt, angemessen zu reagieren - zum einen, um künftigen Übergriffen vorzubeugen, und zum anderen, um Betroffene adäquat zu unterstützen. Der Hilfsfonds, der aus dem Runden Tisch hervorging, kann nur ein erster Schritt sein. Ein weiterer wäre eine längst überfällige Reform des Opferentschädigungsgesetzes, um Betroffenen einen leichteren Zugang zu Leistungen zu ermöglichen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln