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Olaf Standke über die Afghanistan-Politik der USA

Die USA könnten derzeit in Afghanistan »nicht gewinnen« - das war dieser Tage der Kernsatz von Pentagon-Chef Mattis vor dem Streitkräfteausschuss des Senats. Wie man das 16 Jahre nach Beginn der Invasion und drei Jahre nach offiziellem Ende des Kampfeinsatzes ändern will, zeigt nun die Ankündigung, die US-Truppen um 4000 Soldaten aufzustocken. Präsident Obama hatte ihre Stärke bei 8400 gedeckelt; sie sollten vor allem afghanische Sicherheitskräfte trainieren.

Doch obwohl heute schon 2000 Soldaten mehr stationiert sind, kontrollieren die Taliban am Hindukusch ein größeres Territorium als vor dem Einmarsch der westlichen Alliierten. Auch der Islamische Staat will Fuß fassen. Die »Operation Enduring Freedom« ist gescheitert, die jüngste Anschlagserie zeigt, wie weit das Land von der versprochenen Befriedung entfernt ist. Allein seit Anfang 2016 wurden weitere 785 000 Afghanen zu Flüchtlingen im eigenen Land, Tausende Zivilisten starben. Und die erneute Fokussierung auf eine militärische Lösung ohne politische Stabilisierung und Verhandlungen mit allen Kriegsparteien, ohne sozio-ökonomische Perspektive für die leidgeprüfte Bevölkerung droht auch Präsident Trump scheitern zu lassen. Kein Wunder, dass Kritiker den USA vorwerfen, die dauerhafte Destabilisierung der Region sei ihre eigentliche Strategie.

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