Eckart Roloff 19.06.2017 / Kultur

Presseheinis und Revolverjournalisten

Journalistenbashing ist keine Erfindung von Donald Trump, wie ein Blick in die Geschichte zeigt

»Ein Reporter«, politische Karikatur (1882) des französischen Zeichners Alphonse Hector Colomb (Pseudonym B. Moloch)

Muss man Journalisten lieben? Journalisten selbst kämen wohl kaum auf die Idee, dass Liebe eine brauchbare Reaktion auf das sei, was sie tun. Dass ihre Arbeit nützlich sein kann, wichtig, weiterführend, aufklärend, informierend - nun ja, das werden sie wohl schon unterschreiben. Einer sieht das ganz anders. Er heißt Donald J. Trump und ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Trump erklärt ohne jede Spur von Liebe, was er von Journalisten hält: »They are among the most dishonest human beings on earth!«, sie gehörten also zu den unehrlichsten, zu den verlogensten Menschen dieser Erde. Er fügte hinzu: »I have a running war with the media« - er befinde sich derzeit in einem Krieg mit den Medien. Mit manchen Journalisten spricht er gar nicht, manche Redaktionen lehnt er pauschal ab.

So weit, so schlecht und weit überzogen. Nun ist es für Politiker nicht besonders schwer, mit Medien - bildlich gesprochen - auf Kriegsfuß zu st...

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