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24-Stunden-Inventur in der Natur

Neue Brombeerart auf Zollverein-Gelände in Essen entdeckt

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Essen. Auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen gibt es mehr Pflanzen und Tiere als vermutet - so auch eine bisher unbekannte Brombeerart. Mehr als 800 Arten haben rund 70 Zoologen, Botaniker und Hobbyforscher bei einer 24-Stunden-Inventur der Natur auf dem einstigen Zechengelände am Wochenende nachgewiesen. Damit sei die Zahl der dort bekannten Arten um mehr als 80 gesteigert worden, so der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Beim bundesweiten GEO-Tag der Natur hatten Tier- und Pflanzenexperten in rund 500 Veranstaltungen die Artenvielfalt erkundet. Die Zentralveranstaltung fand in Essen auf dem 100 Hektar großen Gelände der früheren Steinkohlenzeche Zollverein statt. Für eine Überraschung sorgte dort die Entdeckung der »Schmalblättrigen Miere« (Minuartia hybrida): Diese Art galt laut NABU im Ballungsraum Ruhrgebiet als ausgestorben und ist auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalen in mehreren Regionen als stark gefährdet eingestuft.

Weitere Neufunde sind die »Hirschzunge« (Asplenium scoloplendrium) und eine Brombeerart, die den Namen »Rubus zollvereinensis« tragen wird. Der Fund des Nachtfalters »Oncocera semirubella«, der auf der Roten Liste NRW in der Region als vom Aussterben bedroht eingestuft ist, freute die Experten ebenfalls.

Am Borbecker Mühlenbach, dem zweiten Untersuchungsgebiet in Essen, gab es ebenfalls eine Überraschung. Dort wurde die »Blauflügelige Prachtlibelle« (Calopteryx virgo) entdeckt - eine für das Ruhrgebiet sehr seltene Art. Der GEO-Tag der Natur fand zum 19. Mal statt. dpa/nd

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