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Flüchtlingsdramen im Mittelmeer

Möglicherweise 200 Tote bei drei Unglücken vor Libyens Küste

Rom. Bei drei Flüchtlingsunglücken im Mittelmeer sind in den vergangenen Tagen vermutlich mehr Menschen umgekommen als zunächst angenommen. Zusätzlich zu einem Unglück mit wahrscheinlich 129 Toten sei ein Boot mit 85 Menschen an Bord in zwei Teile gebrochen und untergegangen, teilte die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR am Dienstag mit. Auf dem Schiff, das letzte Woche in Libyen abgelegt habe, seien viele Familien mit Kindern gewesen. Allerdings wisse man nicht, ob einige der Vermissten eventuell gerettet oder nach Libyen zurückgebracht worden seien, sagte eine Sprecherin. Dort seien Tote am Strand angespült worden.

Nach einem dritten Vorfall seien zudem sieben Menschen gestorben oder werden vermisst. Auch dieses Schiff sei vergangene Woche in Libyen losgefahren.

Die zentrale Mittelmeerroute von Libyen nach Italien gilt als eine der gefährlichsten. In diesem Jahr kamen bereits rund 2000 Menschen ums Leben oder werden vermisst. dpa/nd

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