FARC-Guerilleros feiern die Waffenabgabe

Trotz der Unsicherheit über das Wie begießen viele Militante die Rückkehr ins zivile Leben

  • Von David Graaff, Santa Lucia
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die ganze Nacht über haben sie gefeiert. Es wurde getanzt, die Hausband spielte stundenlang die alten Guerillaschlager. Bier und Rum flossen in Strömen. Der Tag, an dem die bislang älteste Guerilla Lateinamerikas aufhört, zu existieren, begann für eine Handvoll Guerilleros in der Übergangszone »Comandante Román Ruiz«, wie der vorherige geendet hatte.

Am Morgen danach sitzen immer noch einige, nun ehemalige FARC-Guerilleros zusammen, die Musik dröhnt aus einem Lautsprecher und die Angetrunkenen erhalten nur mit Mühe eine Unterhaltung aufrecht. In Sichtweite von ihnen sind die weißen Container der Vereinten Nationen zu erkennen, in die die Mitarbeiter der Sondermission die Waffen gebracht haben, die ihnen die Kämpfer der hier versammelten 18. Front in den vergangenen Wochen überreicht haben.

»Bis zum heutigen Tag hat die Mission alle registrierten Einzelwaffen der FARC gelagert: 7132 Waffen«, hieß es am Montag in einer Mitteilu...


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