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Stadt der Zuflucht ohne Flüchtlinge

Die Integrationsprogramme Barcelonas gelten als mustergültig, haben aber kaum Klienten

  • Von Julia Macher, Barcelona
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Als im Februar in Barcelona Hunderttausende unter dem Motto »Volem acollir« für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen demonstrierten, sorgte das international für Aufsehen. In einem Europa, das sich mit immer rigideren Maßnahmen gegen Hilfesuchende abschottet, schien die Mittelmeermetropole eine humane Ausnahme. Bereits kurz nach ihrem Amtsantritt im Sommer 2015 hatte die linksalternative Bürgermeisterin Ada Colau Barcelona zur »Stadt der Zuflucht« erklärt, ein spanienweites, flüchtlingsfreundliches Städtenetzwerk und ein kommunales Aufnahmeprogramm ins Leben gerufen. Solche Initiativen brachten der Stadt den Ruf als Musterbeispiel für eine gelungene Flüchtlingspolitik ein.

Wie ist die Situation heute? Spanien ist EU-weit eines der Schlusslichter bei der Aufnahme von Flüchtlingen. 2015 verpflichtete sich das Land nach langem Schachern, 17 337 Zufluchtsuchende im Rahmen der Quotenregelung aufzunehmen. Eingereist sind nach zwei Jahren ...


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