Werbung

Staatliche Schlafstörung

Polizei geht gegen Protestcamp der G20-Kritiker vor

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Kurz vor dem Hamburger G20-Gipfel hat die Polizei ein Protestcamp linker Demonstranten auf der Elbhalbinsel Entenwerder teilweise geräumt. Der LINKE-Politiker Jan van Aken kritisierte das Vorgehen der Polizei als unverhältnismäßig. Die Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft forderte den Rücktritt von Innensenator Andy Grote (SPD), der »die politische Verantwortung für diesen vorsätzlichen Rechtsbruch« trage.

Die Polizei hatte am Sonntagabend elf Zelte wegen eines von ihr verhängten Übernachtungsverbots entfernt. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Ein Aktivist wurde festgenommen. Es habe eine verletzte Person gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Ein Sprecher des sogenannten G20-Ermittlungsausschusses, der in Kontakt mit Aktivisten steht, sprach von einer schwer verletzten Person und bis zu zehn Leichtverletzten. Auch ein Journalist wurde nach nd-Informationen bedrängt. Der Deutsche Journalisten-Verband will den Vorfall untersuchen. Die Hamburger Abgeordnete der Linkspartei Sabine Boeddinghaus sagte, die Polizisten hätten sich ihren »Weg freigeboxt«.

Die zuständigen Verwaltungsgerichte hatten die Camps in mehreren Entscheidungen zwar generell als versammlungsrechtlich geschützte Veranstaltungen eingestuft, sofern dort politische Aktivitäten stattfinden. Am Montag erklärte das Hamburger Verwaltungsgericht jedoch, das »Aufstellen von Schlafzelten, das Errichten von Duschen sowie der Aufbau von Küchen sind weiterhin untersagt«. Es dürften maximal zehn Workshop-Zelte aufgestellt werden. nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen