Dicke Frauen, gierige Diebe

In der Bundeskunsthalle in Bonn startet eine Ausstellung über Irans frühe Kulturen

  • Von Stefanie Stadel
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Rauschende Feste müssen das gewesen sein. Getanzt wurde und getrunken. So zumindest scheint es mit Blick auf die uralten Keramikfunde aus dem Gebiet des heutigen Iran. Auf Tonschalen etwa sieht man schematische Gestalten, wie sie sich in langen Reihen an den Händen halten - fast wie beim Sirtaki. Bewirtet wurde die Festgesellschaft aus Krügen mit beachtlichem Fassungsvermögen. Man brachte sich wohl mit einer Art Ur-Bier in Stimmung. Reste des Gebräus waren noch an den Innenwänden nachweisbar, nach 7000 Jahren.

Ganz weit zurück in die iranische Frühzeit schaut die Bonner Bundeskunsthalle; auf jahrtausendealte Kulturen »zwischen Wasser und Wüste«, die hierzulande weithin unbekannt sind. Denn bisher standen vor allem die Perser und ihr glänzendes Großreich im Rampenlicht. Kaum interessierte dagegen die mannigfache Vorgeschichte, die sich in den Tälern der Gebirge, an den Rändern der Wüsten oder am Ufer des Kaspischen Meeres abspielte...


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