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Das ist der Gipfel

300 Schlafzelte im G20-Protestcamp erlaubt +++ Wasserwerfer gegen Feiernde +++ Alternativgipfel beginnt

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Schlafzelte teilweise erlaubt

Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hat am Mittwochnachmittag teilweise die Nutzung von Schlafzelten im Protestcamp Entenwerder erlaubt. Demnach dürften 300 Zelte für jeweils zwei bis drei Personen aufgebaut werden. Auch Waschgelegenheiten sowie eine Küche zur Selbstversorgung sind genehmigt. Beantragt hatten die Organisatoren 1500 Zelte - das wurde vom Gericht aber abgelehnt. Auch mehrere Kirchen sowie das Schauspielhaus Hamburg haben ihre Türen für die G20-Gegner geöffnet. Die Initiative des Kunsthauses soll vom Geschäftsführer Peter F. Raddatz ausgegangen sein. Wie es heißt, durften die Aktivisten zunächst für eine Nacht bleiben. Danach wolle man die Lage erneut bewerten, so Raddatz. Die Polizei hatte zuerst versucht, die Demonstranten am Betreten des Gebäudes zu hindern.

Wasserwerfereinsatz in St. Pauli

Am Neuen Pferdemarkt im Stadtteil St. Pauli setzte die Polizei am späten Dienstagabend Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Hunderte Aktivisten waren zuvor einem Aufruf zu einem »hedonistischen Massencornern gegen G20« gefolgt. Sie trafen sich auf den Straßen mit Musik und Getränken, um gegen den Gipfel zu demonstrieren. Laut Augenzeugenberichten sei die Menge großteils friedlich gewesen und habe gefeiert. Durch den Wasserwerfereinsatz wurden die Menschen abgedrängt. Am frühen Mittwochmorgen beruhigte sich die Lage wieder.

Alternativgipfel beginnt

In der Spielstätte »Kampnagel« im Hamburger Stadtteil Winterhude hat am Mittwoch der »Gipfel für globale Solidarität« begonnen. Vor einer voll besetzten Halle sprachen unter anderem die indische Ökologin und Bürgerrechtlerin Vandana Shiva und der brasilianische Gewerkschafter Valter Sanches. Rund 1500 Menschen hatten sich den Veranstaltern zufolge im Vorfeld angemeldet. 11 Podiumsveranstaltungen und 75 Workshops sind auf dem Alternativgipfel in der ehemaligen Maschinenfabrik geplant. Ziel der Tagung sei es, so die Veranstalter, Kritik an der Globalisierung der G20 zu formulieren. Auch soll über Alternativen und Strategien zu deren Umsetzung diskutiert werden.

Soldaten ohne Uniform

Die Bundeswehr hat die Soldaten in Hamburg und Umgebung vor gewalttätigen Übergriffen von G20-Gegnern gewarnt. Angehörige der Truppe wurden angewiesen, vom 5. bis zum 9. Juli keine Uniformen bei Fahrten zum und vom Dienst im Großraum Hamburg zu tragen. Damit solle vermieden werden, dass Soldaten von linksradikalen Protestteilnehmern »spontan« angegriffen würden. Auch die Nutzung von Dienstfahrzeugen sei zu vermeiden, sofern man damit nicht Amtshilfe leiste. Soldaten im Dienst werden allerdings wie üblich Uniform tragen. Die Bundeswehr wird die knapp 20 000 Polizisten bei dem Gipfel im Rahmen der Amtshilfe unterstützen. Beispielsweise werden Einsatzkräfte von Polizei und Technischem Hilfswerk in militärischen Liegenschaften untergebracht, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. nd/Agenturen

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