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Wirtschaft will bei Verkehr mitreden

»Mehr Tempo für Berlin«, das fordern die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg. Am Mittwoch stellte die Wirtschaftslobby eine neue Studie zur Mobilität in der wachsenden Stadt vor, die die Herausforderungen beschreibt, vor denen Berlin steht. Auflösung des Investitionsstaus, Aufwertung des Nahverkehrs, Entwicklung neuer städtischer Logistikkonzepte sind einige der bekannten Probleme. Mit Forderungen hält sich das Papier deutlich zurück. Die äußert allerdings UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. Ein Weiterbau des Stadtrings A 100 sowie der Bau der neuen »Tangentialen Verbindung Ost« gehören dazu. Vor der lange geplanten Reduzierung des Straßenquerschnitts rund um den Molkenmarkt warnte er ausdrücklich. »Das würde eine lebenswichtige Verkehrsader durch jahrelangen Umbau lahmlegen«, sagte Amsinck.

Gerd Bretschneider, Hauptgeschäftsführer der Fuhrgewerbe-Innung in der Region, sorgt sich um die Dieselflotte seiner Mitglieder: »Fahrverbote für Fahrzeuge, die gerade einmal zwei bis drei Jahre alt sind, wären unverhältnismäßig und kämen schon einer Enteignung nahe«, so Bretschneider. Er rechnet damit, dass in vielen Bereichen, wie bei Baustellenfahrzeugen und -maschinen, erst in zehn Jahren der Diesel ersetzbar sein wird.

Axel Wunschel, Chef des Bauindustrieverbands, attestiert Rot-Rot-Grün einen »Mangel an Erkenntnis über die Notwendigkeit einer Verkehrsinfrastruktur für eine funktionierende Wirtschaft und Stadt«. nic

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