Kenias Jugend startet durch

Die mit Abstand am besten ausgebildete Generation will das Land verändern und zukunftsfähig machen

  • Von Anja Bengelstorff, Nairobi
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Würdest du einen Kriminellen mit dem Tod bestrafen, wenn du die Chance dazu hättest? Diese grundlegende und unbequeme Frage stellt eine kenianische Mini-Serie, die sich an ein junges Internet-Publikum richtet und zuerst online auf Facebook ausgestrahlt wurde. »Tuko Macho« (Kisuaheli für »Wir halten Wacht«) erzählt die Geschichte einer Gruppe selbsternannter Ordnungshüter in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, deren hohe Kriminalitätsrate einschließlich Raubs (robbery) ihr den wenig schmeichelhaften Spitznamen »Nairobbery« eingebracht hat. Desillusioniert von der Unfähigkeit des Staates, die Kriminalität in ihrer Stadt wirksam zu bekämpfen, nimmt die Gruppe das Recht nicht nur in ihre eigenen Hände, sondern legt es zugleich in die Hände der Internet-Öffentlichkeit.

»Tuko Macho« ist fiktional und doch schmerzhaft nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen in Nairobi. Korruption, Straflosigkeit, Betrug - Alltag in Kenia, an dem man ...


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