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Populistenparty in Tegel

Nicolas Šustr hält Tegel für keine Lösung der BER-Probleme

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Aus dem Festival der Egomanen am künftigen Hauptstadtflughafen BER, dessen Fertigstellung nach wie vor in den Sternen steht, hat sich über die Jahre eine noch viel rauschendere Populistenparty in Tegel entwickelt. Da gilt es zunächst, Danke zu sagen.

Danke, Eberhard Diepgen. Für den mit aller Macht vom damaligen Berliner Regierenden Bürgermeister durchgedrückten Beschluss, dass der BER auf jeden Fall hauptstadtnah, also in Schönefeld, entstehen soll.

Danke, Klaus Wowereit. Der neue Regierende, nun von der SPD, machte der Öffentlichkeit weiß, dass der neue Flughafen ganz ohne raffgierige Generalunternehmer viel billiger zu bauen sei. Leider übersah er dabei die Kleinigkeit, dass dann auch wirklich kompetentes Leitungspersonal nötig ist. Und bitte, bitte nicht während des laufenden Baus noch umplanen!

Danke, Manfred Körtgen, Horst Amann, Rainer Schwarz, Hartmut Mehdorn, und wie die ganzen Technik- und Flughafenchefs alle hießen, die dachten, sie könnten eine Vollendung einfach herbeibeschließen.

Seit über einem Jahrzehnt scheitert Berlin daran, diesen verdammten BER fertigzustellen. Der anstehende Volksentscheid am 24. September erscheint wie ein Ventil, um die berechtigte Wut über dieses Versagen abzulassen. Nachdem der Überdruck bereits die FDP aufgeblasen hat, will auch die lokale CDU ihre mageren Zustimmungswerte aufpeppen. Und wenn es gegen Rot-Rot-Grün geht, hilft der CSU-Populist Alexander Dobrindt natürlich gerne. Davon wird der BER aber auch nicht schneller fertig.

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