Anschlag auf Feine Sahne Fischfilet verübt

Unbekannte verwüsten Proberaum der Punk-Gruppe in Greifswald / Band geht von einem rechtsradikalen Motiv der Täter aus

Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Berlin. Unbekannte haben einen Anschlag auf den Proberaum der norddeutschen Punkband Feine Sahne Fischfilet in Greifswald verübt, die Band engagiert sich gegen Rechtsradikale. Wie die Gruppe auf ihrer Facebookseite berichtet, ereignete sich der Übergriff bereits in der Nacht zum Montag.

Dabei schlugen der oder die Täter zunächst mit Hilfe eines Feuerlöschers eine Fensterscheibe ein und verschafften sich somit Zutritt zu der ehemaligen Werkhalle, in der sich der Proberaum befindet. Mit einem zweiten Feuerlöscher versprühten die Täter anschließend Flüssigkeit in den Räumen und an der Gebäudefassade. Wie Feine Sahne Fischfilet berichten, soll es sich dabei um Buttersäure gehandelt haben. Zudem sollen die Täter Grillanzünder in die Halle geworfen haben, der allerdings kein Feuer entfachen konnte. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 1000 Euro.

Der Staatschutz hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, um einen möglicherweise rechtsradikalen Hintergrund des Angriffs zu klären. Die Band selbst spricht auf ihrer Facebookseite von einem »neonazistischen Anschlag«. Der Verdacht liegt nahe, weil sich Feine Sahne seit Jahren gegen rechtes Gedankengut, Rassismus sowie Antisemitismus einsetzen und deshalb immer wieder durch Neonazis angefeindet werden. »Dies ist nicht das erste Mal und ganz sicher wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein«, schrieb die Gruppe und erklärte, längst nicht nach jedem Angriff an die Öffentlichkeit zu gehen. »Punktuell kratzen einen die verschiedensten Angriffe oftmals nicht mehr so krass. Es kehrt Routine ein! Was nicht zwangsweise etwas Gutes ist«, räumen die Punker selbstkritisch ein.

Dass Feine Sahne sich nach diesem Anschlag nun doch zu Wort melden hat weniger mit ihnen selbst, als mit der gesellschaftlichen Stimmung zu tun, die sie derzeit nach ihrer Aussage wahrnehmen. »Der unbändige Hass gegen AntifaschistInnen/Linke, der sich grad bundesweit Bahn bricht, ist erbärmlich und selbstverständlich bleibt es nicht nur bei zig Social-Media Drohungen, die die Menschen im offensichtlichen Lynch-Rausch an die verschiedensten Leute schreiben«, erklärt die Gruppe auch in Anspielung auch auf einen weiteren Anschlag, der sich in der Nacht zum Samstag ereignete. Bei der Attacke habe es Freunde und Bekannte getroffen, »welche an ihrem Haus ein Transparent
befestigten, das sich mit dem Demokratiebahnhof in Anklam solidarisierte, der vor ein paar Wochen mit einem Molotowcocktail angegriffen wurde.«

Feine Sahne versuchen nun, aus dem Vorfall das Beste zu machen und rufen ihre Fans auf, an den Verein Lobbi-MV zu spenden, der sich seit Jahren um Opfer rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern kümmert. rdm

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen