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Dänische Medien

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Rund 60 Prozent der Dänen nutzen einer neuen Studie der Universität in Roskilde zufolge ihr Smartphone, um sich zu informieren, was in der Welt passiert. Der Wunsch, immer auf dem Laufenden zu sein, hat die Printmedien unter Druck gesetzt. Die Auflagen der gedruckten Ausgaben fallen von Jahr zu Jahr. Es gebe praktisch von jeder Zeitung auch ein Online-Angebot, sagt der Medienwissenschaftler Mark Blach-Ørsten, der an der Studie zum Medienverhalten der Dänen mitgearbeitet hat.

Die dänischen Medien seien bei der Umstellung auf digitale Nutzung eher langsam gewesen, meint Blach-Ørsten. Die Online-Redaktionen waren zunächst von den anderen abgekoppelt. Eine lange Hintergrundgeschichte aus dem Ausland war auf der Online-Seite undenkbar. Heute haben 96 Prozent der Dänen einen Internetanschluss. Als Printmedium gegen Online-News gewinnen zu wollen, hält Jakob Nielsen, ehemaliger Redaktionschef und Korrespondent bei »Politiken«, nun Chefredakteur des Nachrichtenportals »Altinget«, allerdings für aussichtslos. »Wenn man mit Nachrichten konkurrieren will, muss man sehr tabloid sein. Als seriöses Medium sollte man ›fast news‹ vergessen.«

Blach-Ørsten empfiehlt den traditionellen Zeitungsmachern, sich durch gründliche Recherche, Analysen und Hintergrundberichte von den sozialen Medien abzusetzen. Nielson sieht im E-Paper als PDF-Version des Printmodells die Zukunft der Zeitung. Und damit könne die Zeitung online auch Geld verdienen, hofft er. 15 Prozent der Dänen sind der Studie zufolge bereit, für Nachrichten zu bezahlen. Damit liegt Dänemark im Vergleich mit anderen europäischen Ländern weit vorn. dpa/nd

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