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Die Rote Flora betreibt Nachsorge

Das Hamburger Hausprojekt lädt Nachbarn zur Kiezversammlung und kündigt eine selbstkritische Aufarbeitung an

  • Von Gaston Kirsche
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Kein Tag verging letzte Woche, ohne dass ein neues Fernsehteam am Schulterblatt stand und drehte. Ein Kameraschwenk von den drei eingeschlagenen Geldautomaten der ausgebrannten Filiale der Hamburger Sparkasse rüber zum Autonomen Zentrum in dem markanten alten Gebäude eines Varietétheaters, ein paar kurze Interviews mit Vorbeigehenden oder ein vor der Kulisse der Roten Flora gesprochener Text, und der Beitrag ist im Kasten.

An der Straße liegen viele Geschäfte, Restaurants, Bars. In der Nacht auf den 8. Juli vertrieben dort auf einem etwa 600 Meter langen Abschnitt vermummte, schwarzgekleidete Protestierende die Polizei mit Steinwürfen: Wasserwerfer wichen zurück. Vier Stunden lang gab es auf dem Schulterblatt keine Staatsgewalt. Barrikaden wurden gebaut, Tausende Schaulustige, die auf der Partymeile unterwegs waren, Anwohnende, Gruppen von Jugendlichen lebten sich aus. Ein Ausbruch von großteils spontanen Regelverstößen war die Fo...


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