Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Zwei Preise für Thomas Melle

Der Berliner Schriftsteller Thomas Melle bekommt zwei Literaturpreise. Der 42-Jährige wird Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 2017/2018, wie die Kulturgesellschaft des Frankfurter Stadtteils am Montagabend mitteilte. Außerdem erhält Melle den Klopstock-Preis für neue Literatur - die höchste Literaturauszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt. Das gab die Staatskanzlei am Dienstag in Madgeburg bekannt.

Die Stadtschreiber-Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert und wird dem Autor am 1. September auf dem Berger Marktplatz verliehen. Als Festredner in Frankfurt am Main wird der Psychologe und Islamismus-Experte Ahmad Mansour erwartet. Mit dem Preis ist ein kostenloses Wohnrecht für ein Jahr im Stadtschreiberhaus verbunden.

Der 1975 in Bonn geborene Thomas Melle ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzt unter anderen William T. Vollmann aus dem Amerikanischen. Der studierte Literaturwissenschaftler und Philosoph wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Seine Bücher standen zudem bereits auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, zuletzt der 2016 erschienene Roman »Die Welt im Rücken«. In diesem Werk beschreibe der Autor »mit großer Kunstfertigkeit und angemessen distanziert« eine nicht kontrollierbare seelische Störung, lobte die Stadtschreiber-Jury.

Bergen-Enkheim nimmt für sich in Anspruch, das Amt des Stadtschreibers erfunden zu haben. Der Literaturpreis wird seit 1974 jedes Jahr vom Frankfurter Stadtteil und der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim verliehen. Die Jury besteht aus Bürger- und Fachjuroren. Namhafte Stadtschreiber von Bergen-Enkheim waren nach Wolfgang Koeppen unter anderen Peter Härtling, Jurek Becker, Eva Demski, Robert Gernhardt, Herta Müller und Marcel Beyer.

Mit dem Klopstock-Preis wird Melle ebenfalls für sein Werk »Die Welt im Rücken« geehrt. Mit der mit 12 000 Euro dotierten Auszeichnung werde ein »Sprachkünstler, der die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz erkundet« geehrt, teilte die Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt mit. Melle fasse seine Gegenwart in Worte, indem er schonungslos von sich erzähle. Der Kloppstock-Preis wird seit 2015 verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die aus Iowa stammende Ann Cotten und der Berliner Uwe Kolbe. epd/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln