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Wieso Welcome? Adel ade!

MEINE SICHT

Prinz William und seine Kate besuchen Berlin - und das interessiert mich nicht die Bohne. Um die Zeit bin ich gar nicht in der Hauptstadt, sondern beruflich in Mühlberg/Elbe. Es ist mir also herzlich egal, wo Straßen abgesperrt werden. Ich will auch weder live in einer rbb-Sondersendung »Welcome William & Kate« noch abends in einem Zusammenschnitt sehen, wie Schaulustige dem britischen Thronfolger zuwinken. Das macht mich nur depressiv, wenn ich mir eingestehen muss, wie viele Menschen sich mehr für das Privatleben eines Prinzen interessieren, der durch Geburt zum Staatsoberhaupt ausersehen ist, als beispielsweise für die zwar nicht direkte, aber immerhin trotzdem demokratische Wahl unseres deutschen Ersatzkaisers, des Bundespräsidenten, der doch ungefähr genauso wenig zu melden hat wie die englische Königin.

Zum Glück bin ich kein Boulevardjournalist und deshalb nicht dazu verdammt, Ereignisse wie den Besuch von William und Kate anders zu registrieren als mit Desinteresse oder Spott. Ich muss nur als Gebührenzahler für die rbb-Sondersendung aufkommen. Ich zahle aus Prinzip sogar gern für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und ich ertrage es klaglos, wenn mir die meisten der gezeigten Fernsehbeiträge nicht gefallen. Nur wenn ARD-Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebrecht auf Sendung ist, fällt mir das ein bisschen schwer. Ach hätten doch die Briten - statt für den Austritt aus der EU - für die Abschaffung der Monarchie votiert.

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