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Senat findet nur schwer Öko-Autos

Der rot-rot-grüne Berliner Senat will seine Fahrzeugflotte auf umweltfreundliche Modelle umrüsten, stößt dabei allerdings auf ungeahnte Schwierigkeiten. Bei der Beschaffung neuer Dienstwagen, die weniger Sprit verbrauchen sowie weniger CO2 ausstoßen sollen, scheint die Auswahl nicht gerade groß zu sein.

Reine Elektroautos sind auf der Liste der Leasingfahrzeuge nicht vertreten, erklärte die Innenverwaltung dazu. Von deutschen Herstellern würden keine akzeptablen Modelle angeboten, heißt es.

Auch Hybridmodelle von Mercedes und BMW wurden vorerst aus der Liste gestrichen. Ihnen fehle eine »dauerhaft leistungsfähige Standheizung«, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen. Bisher bestehe keine Möglichkeit zur Nachrüstung.

Aus einer Liste der aktuell genutzten Fahrzeugmodelle geht hervor, dass die zehn Senatoren und 25 Staatssekretäre überwiegend auf Dieselautos der oberen Mittelklasse zurückgreifen. Auf Hybrid-Autos, die über einen Benzin- und einen Elektromotor verfügen, greifen bislang nur wenige zurück.

Die Regierungsfahrzeuge werden vom Land für eine Dauer von einem Jahr geleast. Dienstwagen mit Chauffeur haben in erster Linie die Kabinettsmitglieder. Traditionell wird bei der Auswahl auf Modelle deutscher Hersteller zurückgegriffen. dpa/nd

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