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Laute Musik unerwünscht

Hoppegarten. Tauziehen um Lollapalooza auf der Galopprennbahn in Hoppegarten: Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Berliner Ausgabe des Festivals im Treptower Park auf heftige Anwohnerproteste gestoßen war, wird nun im Landkreis Märkisch-Oderland geprüft, ob das Ereignis mit zehntausenden Besuchern im September in ähnlicher Form über die Bühne gehen kann. Die Kreisverwaltung prüfe, ob das für den 9. und 10. September geplante Festival unter anderem gegen den Natur- und Lärmschutz sowie das Baurecht verstoßen könnte, bestätigte Fachbereichsleiterin Carla Bork am Donnerstag.

Die Gemeindevertretung hatte am Montag gegen eine Änderung des Flächennutzungsplanes für die Rennbahn gestimmt und damit gegen eine dauerhafte Nutzung des Areals etwa auch für große Musikveranstaltungen. Bisherige Shows auf dem Gelände werden jeweils mit Ausnahmegenehmigungen erlaubt. Zwar betrifft das Votum des Gemeindeparlaments nicht direkt das Festival. Es sei aber ein deutliches Zeichen, wie die Stimmung unter den 18 000 Einwohnern sei, sagte Gemeindevertreter Christian Arndt (Grüne). Man sei auf einen solchen Publikumsansturm nicht vorbereitet und befürchte einen dauerhaften Schaden für die Natur.

Die Rennbahn Hoppegarten GmbH und die Lollapalooza-Veranstalter erklärten, dass das Festival wie beabsichtigt stattfinden werde. Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Auftreten sollen beispielsweise die Foo Fighters. dpa/nd Kommentar Seite 11

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