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Rote Flora wehrt sich nach G20 gegen Kritik von rechts

Laut Sprecher Blechschmidt sei in dem Stadtteilzentrum keine Gewalt organisiert worden / Rund 800 Menschen kamen zu »Stadtteilversammlung«

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Berlin. Seit den G20-Protesten in Hamburg steht die Rote Flora im Fokus der bürgerlichen Berichterstattung. Sie habe die Ausschreitung während des Gipfels maßgeblich beeinflusst, hieß es landauf, landab. Daran schlossen sich Forderungen an, den linken Szenetreff in der Hansestadt zu schließen. Nun hat die Flora sich zu den Vorwürfen geäußert - auf einer »Stadtteilversammlung« im Millerntor-Stadion, zu der rund Menschen kamen. Dort trägt für gewöhnlich der FC St. Pauli seine Heimspiele aus.

Die Flora hätte sich an allen Tagen am Protest gegen das Treffen beteiligt, erklärte Sprecher Andreas Blechschmidt nach einem Bericht der »Hamburger Morgenpost«. Man sei aber nie Veranstalter gewesen. Das Gebäude habe nur als Info-Treff gedient, jedoch nicht als Unterkunft für linke Aktivisten. Auch sei in dem Zentrum keine Gewalt organisiert worden, so der Sprecher weiter. Manchmal jedoch seien »zum Teil militante Protestformen« unumgänglich. Die Gewalt - vor allem Freitagabend im Schanzenviertel - stuft Blechschmidt aber als »brandgefährlich« und »unverantwortlich« ein.

Auch Flora-Anwalt Andreas Beuth nahm zu den Vorwürfen am Millerntor Stellung. Er war zuletzt mit einer Äußerung in die Kritik geraten, in der er Sympathien für die Ausschreitungen geäußert hatte - in den Hamburger Nobelvierteln Pöseldorf oder Blankenese. Er habe die falschen Worte gewählt, so der Jurist. In Richtung Senat macht er aber unmissverständlich klar: »Hände weg von der Flora.« nd

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