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Sozialdemokratische Buddelei

Markus Drescher beschreibt die Karikatur zu diesem Wahlkampf

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 2 Min.

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Martin Schulz und dieser Wahlkampf dürften ein Fest sein. Für Karikaturisten. Menschliche Dramen, Unvermögen, jähe Wendungen, Pleiten, Pech und ganz passable Nebendarsteller, das Zeichnen ginge von selbst - könnte man zeichnen. Bleibt (be)schreiben:

Angela Merkel ist da (reicht). Christian Lindner findet sich im Spiegel (oder ist es ein Wahlplakat) schön. Horst Seehofer läuft im Kreis und schreit »Obergrenze«. Die Grünen streiten, ob sie Blumen pflücken oder mit Autos spielen. Die Linkspartei erklärt allen noch einmal ganz genau, wie das so ist mit dem Kapitalismus. Die AfD weiß nicht, ob sie mit ihren Mistgabeln erst auf sich oder auf Flüchtlinge losgehen soll (wo zum Teufel sind diese Flüchtlinge, wenn man sie für den Wahlkampf braucht?). Und Martin Schulz sitzt im Sandkasten, buddelt Löcher und zieht aus dem letzten doch tatsächlich einen Flüchtling heraus (unter frenetischem Applaus der AfD).

Nein, damit hat der Martin kein gutes Wahlkampfthema für die SPD ausgegraben, so wie schon die anderen Themen nichts waren. Denn es sind weder die Themen noch die Vermittlung dieser, die den Sozialdemokraten zu schaffen machen. Es ist die Tatsache, dass die Leute wissen, wie die Politik der Genossen nun schon seit Jahrzehnten und vor allem in der Großen Koalition aussieht. Die Zukunft der SPD? Neuanfang oder Untergang.

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