Werbung

In der Gebühren-Bredouille

Grit Gernhardt ärgert sich über den Einfallsreichtum der Banken bei Kosten

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Deutsche Banken und Sparkassen sind in der Bredouille. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase schwinden ihre Gewinne. Fehlende Einnahmen kompensieren die Institute mit Sparprogrammen - und mit Hilfe der Kunden. Bei der Erfindung neuer Gebühren für Dienstleistungen geben sich die Geldunternehmen kreativ: Kontoführungskosten, Pauschalen fürs Geldabheben, Einmalzahlungen für die Bereitstellung einer EC-Karte, ...

Selbst für den Versand von Kennzahlen für Online-Banking-Vorgänge - sogenannten TANs - berechnen Banken teilweise Gebühren und laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes dürfen sie das auch. Allerdings nur, wenn die TAN tatsächlich für Banking-Vorgänge verwendet wurde, was aber meist der Fall sein dürfte. Der Verbraucherzentrale Bundesverband, der mit seiner Klage gegen eine Kreissparkasse die Abschaffung dieser SMS-Gebühren erreichen wollte, ist damit gescheitert. Die Kunden zahlen - neben der monatlichen Gebühr, die alle Kosten der Kontoführung abdecken soll - weiter zehn Cent pro SMS.

Es steht zu befürchten, dass das Ende der Gebührenspirale noch lange nicht erreicht ist. Den Kunden bleibt nur, sich zu ärgern, denn auch ein Bankwechsel schützt kaum. So wird die Bankenbredouille - wie seit der Finanzkrise erprobt - auf die Kleinsparer abgewälzt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!