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»Haltestelle Woodstock« findet statt

Kostrzyn. Das Rockfestival »Haltestelle Woodstock« an der polnisch-deutschen Grenze kann, wie geplant, in der kommende Woche stattfinden. Dies habe ihnen die Stadtverwaltung der polnischen Grenzstadt Kostrzyn jetzt mitgeteilt, erklärten die Veranstalter am Mittwoch. Damit sei ein langwieriger Streit über angebliche Terrorgefahren und straffe Sicherheitsanforderungen vom Tisch, hieß es.

Allerdings verschärfen die polnischen Behörden dennoch die Sicherheitsvorkehrungen: Mehr als 1500 Polizisten sollen vom 3. bis 5. August vor Ort sein. »Das sind viel mehr als in den vergangenen Jahren«, betonte eine Rockfestival-Sprecherin. Auch die eigene Sicherheitsstreife müsse kräftig aufgestockt werden. Zudem gebe es Auflagen: So dürften sich vor der Hauptbühne während der Auftritte nicht mehr als 50 000 Besucher aufhalten, vor der Kleinen Stage seien maximal 15 000 zulässig. Bis vor zwei Jahren gab es dort keinerlei Absperrung.

Am Verzicht der polnischen Behörden auf Kräfte der deutschen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks habe sich nichts geändert, erklärte die Sprecherin. Für deutsche Polizeibehörden gelte der Verzicht nicht. Die Bundespolizei und ihre Brandenburger Kollegen werden mit einer kleinen Abordnung in Kostrzyn vertreten sein.

Auf deutscher Seite hatte die Entscheidung der Woiwodschafts-Kommandantur Lubuskie in der vergangenen Woche für Unverständnis gesorgt, auf den Einsatz von Feuerwehrleuten aus Berlin und Brandenburg bei der diesjährigen Auflage des polnischen Musikfestivals zu verzichten. Dies sei ihnen »lapidar« per E-Mail mitgeteilt worden, hatte Helmut Otto, Amtsleiter Katastrophenschutz Frankfurt (Oder), erklärt. Wie es hieß, soll die polnische Zentralregierung die Zusammenarbeit mit verschiedenen deutschen Sicherheitskräften ausgesetzt haben, da man nicht für deren Sicherheit garantieren könne. dpa/nd

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