Werbung

Antreten zum Keulenvergleich

René Heilig bedauert, dass Machtdemonstrationen wieder Politik ersetzen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

12 000 Soldaten mit allem, was Militärtechnik bieten kann, hatte der chinesische Präsident zur Parade versammelt. Derweil ließ sein Kollege aus Russland 50 Kriegsschiffe und U-Boote an sich vorbeischwimmen. Ab und zu vereinen die beiden ihre Soldaten zum Training, um ihren machtverliebten Widerpart in Washington zu beeindrucken. Der seinerseits zeigt gerade Manöver-Muskeln in Georgien und zieht mehr Truppen an der Ostgrenze der NATO zusammen, weil Russland in der Nähe ein Manöver namens »Westen« absolviert. Zudem lässt er martialisch wirkende Atombomber über Südkorea fliegen, denn im Norden des geteilten Landes kompensiert ein kleiner Übergewichtiger mangelnde innere Potenz per Raketenstart Richtung USA. Machtdemonstrationen sind wieder »in«.

Kein Zweifel, jeder dieser Keulen-Menschen ist zu allem fähig und - wenn er sich gereizt fühlt - womöglich auch zu manchem bereit. Nirgends gibt es ein Forum für Dialoge, die mehr umfassen, als in eine Twitter-Nachricht geht. Die UNO? Neutralisiert. Die OSZE? Reduziert auf die Beobachtung kleiner Brände. Als ob es in Hamburg keinen Händedruck gegeben hätte, schaukeln sich die USA und Russland wieder auf. Sanktionen hier, Diplomatenrauswurf dort. Dass das rüstungsvertragslose Verhältnis zwischen den USA und China Vertrauen schafft, kann niemanden freuen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!