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Maduro bläst zur Jagd auf die Rechte

Zwei Oppositionsanführer in Venezuela festgenommen

Caracas. Die Geheimdienstagenten kamen in der Nacht: Im sozialistischen Venezuela sind zwei Oppositionsführer in ihren Wohnungen abgeholt und ins Militärgefängnis Ramo Verde bei Caracas gebracht worden. Dabei handelt es sich um Leopoldo López, Chef der Partei Voluntad Popular, und um Antonio Ledezma, den Bürgermeister der Metropolregion Caracas. Ledezma wurde im Schlafanzug aus seiner Wohnung gezerrt, Nachbarn schrien: »Nieder mit der Diktatur«.

Beide standen bisher unter Hausarrest und hatten zuletzt das Volk zum Kampf gegen Präsident Nicolás Maduro aufgerufen. Nun wurden sie wegen Fluchtgefahr in Haft genommen worden.

Das Oberste Gericht des Landes teilte am Dienstag mit, es lägen Geheimdienstinformationen vor, wonach die beiden unter Hausarrest stehenden Politiker ihre Flucht geplant hätten. Beide hatten sich am Aufruf zum Boykott der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung am vergangenen Sonntag beteiligt. Es ist das zweite Mal, dass es in Venezuela zu einem Vorgehen gegen López kommt, kurz nach einem Intervenieren der USA. López wird stark von dem Senator Floridas, Marco Rubio, unterstützt, vor der Wahl in Venezuela telefonierte auch US-Vizepräsident Mike Pence mit López.

Mitte Februar empfing US-Präsident Donald Trump demonstrativ dessen Frau im Weißen Haus und forderte die Freilassung von López. Am nächsten Tag bestätigte der Oberste Gerichtshof in Venezuela die Haftstrafe von 13 Jahren, neun Monaten und sieben Tagen gegen López. Ihm wird die Anstachelung zur Gewalt bei Protesten vorgeworfen, die 2014 über mehrere Monate 43 Tote forderten.

Nun erfolgt wenige Stunden nach der US-Ankündigung von Sanktionen gegen Präsident Nicolás Maduro erneut eine Aktion gegen den 46-Jährigen. Er hatte die Wahl vom Sonntag als Betrug kritisiert. dpa/nd

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