Kongo-Brazzavilles Familiendemokratur

Bei den Parlamentswahlen schaffen viele Verwandte von Präsident Denis Sassou-Nguesso den Mandatsgewinn

  • Von Bernard Schmid, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In der Republik Kongo, jener auf Äquatorhöhe liegenden Erdölrepublik, die man nicht mit dem Nachbarland »Demokratische Republik Kongo« (DRK) verwechseln sollte, ist Politik weitgehend eine Familiensache. Jedenfalls an der Spitze des 5,1 Millionen Einwohner zählenden Staates.

Nicht nur, dass dasselbe Familienoberhaupt - Denis Sassou Nguesso - seit rund 35 Jahren an der Macht ist, von den späten 1970er Jahren bis 1992 und danach erneut seit 1997. Auch für seinen Nachwuchs ist gesorgt.

Anschaulich wurde dies anlässlich der jüngsten Wahlen in dem autokratisch regierten Land dokumentiert. Am 16. und 30. Juli dieses Jahres wurden die 151 Sitze im Parlament neu besetzt und zudem über eintausend Sitze in den Kommunal- und Bezirksparlamenten.

Es waren die ersten Wahlen seit dem Verfassungsputsch von Oktober 2015 und den nachfolgenden - nach verbreiteter Auffassung manipulierten - Präsidentschaftswahlen am 20. März 2016, bei denen...


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