Werbung

Arbeitszeit-Verkürzung wirkt

Eva Roth über Rekordbeschäftigung, Teilzeit und Minijobs

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es ist schon seltsam: Bis heute wird darüber gestritten, ob kürzere Arbeitszeiten beschäftigungspolitisch wirksam sind, ob auf diese Weise die Erwerbsarbeit auf mehr Köpfe verteilt werden kann. Faktisch hat in den vergangenen Jahrzehnten genau das stattgefunden: Im Schnitt ist die Arbeitszeit pro Kopf gesunken und die Beschäftigung gestiegen. So gab es 1991 rund 39 Millionen Erwerbstätige, 2016 waren es 4,8 Millionen mehr - und das, obwohl die Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden zuletzt etwas niedriger war als nach der Wende.

Es ist also sonnenklar, dass die Rekordbeschäftigung auch dank kürzerer Arbeitszeiten möglich wurde. Das Problem: Arbeitszeit und Einkommen sind sehr ungleich verteilt. Zwar haben viele Menschen eine Drei- oder Vier-Tage-Woche, weil sie genau das wollen. Gut so. Es gibt aber auch sehr viele Beschäftigte, die sich genötigt fühlen, jede Menge Überstunden zu machen. Und es gibt viel zu viele prekär Beschäftigte. Zuletzt zählten die Statistiker fast vier Millionen Menschen unter 65 Jahren, die ausschließlich einen Minijob hatten. Ihre Stundenlöhne sind meist sehr niedrig, viele hätten gern einen regulären Job. Wer nun einwendet, die Leute seien eben unqualifiziert, werfe einen Blick in die Statistiken: Fast die Hälfte der Minijobber hat einen Berufs- oder Hochschulabschluss.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!