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Der Regierung nah

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Seine Jobbezeichnung klingt nach dunklen Machenschaften: Cheflobbyist. Doch richtig Böses hat der Generalbevollmächtigte für Außen- und Regierungsbeziehungen der Volkswagen AG, wie Thomas Stegs Job offiziell heißt, in Stephan Weils Regierungserklärung nicht verbrochen. Die Kritik am VW-Konzern, dessen Interessen Steg in aller Welt zu vertreten hat, blieb drin. Der 57-Jährige dürfte dennoch tief durchgeatmet haben, dass er nicht mehr anzumerken hatte, nachdem er »kurz mal rein geschaut« hatte in den Entwurf. Ministerpräsident Weil steht nun als einer da, der seinen Job schlecht gemacht hat - als Cheflobbyist des Landes Niedersachsen.

Ob Steg ihn vor solch einem Fehler bewahrt hätte, wäre er noch wie früher SPD-Berater in diversen Regierungsposten? Steg kommt aus der Politik und ging mit zwei Jahren Abstand 2012 in die Wirtschaft, gehört mithin zu den Seitenwechslern - wobei das bei VW auch wieder nicht ganz stimmt, so eng, wie die Politik und besonders die SPD mit dem Konzern verflochten sind. Thomas Steg ist diese Verflechtung in Person. Er stammt aus Braunschweig, studierte in Hannover Sozialwissenschaften, mit Volkswagen verbinde ihn eine »emotionale Beziehung«, erklärte er einmal, sein Vater und seine Brüder arbeiteten bei dem Autobauer. Steg begann 1988 als Pressesprecher des DGB Niedersachsen/Bremen, ging dann aber bald in die Parteipolitik als Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums. Er ist ein langjähriger Weggefährte von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, mit dem er schon in Niedersachsen zusammenarbeitete und der ihn 1998 ins Kanzleramt mitnahm, erst als stellvertretender Büroleiter, ab 2002 als stellvertretender Regierungssprecher. Für Schröder schrieb er Reden, für Frank-Walter Steinmeier machte er Wahlkampf, aber auch Angela Merkel soll ihn geschätzt haben, unter der der SPD-Mann Regierungssprecher blieb. Bis die SPD 2009 aus der Regierung flog und er an anderer Stelle sein Wissen einbringen konnte.

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