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Zille lebt

»Heinrich Zille kommt aus Sachsen, das wissen wir, aber dennoch ist er der typische Berliner gewesen ... Man kann fast sagen, Heinrich Zille hat den Berliner nach 1900 geschaffen. Nun ist Heinrich Zille von uns gegangen, aber er wird für immer in uns leben. Als Vertreter der Stadt gelobe ich, dass Berlin und die Berliner ihren Heinrich Zille niemals vergessen werden.« Dies sagte der Oberbürgermeister von Berlin Gustav Böß, der am 13. August 1929 beim Ehrenbegräbnis des Künstlers, an dem über 2000 Menschen teil nahmen, die Trauerrede hielt. Trotzdem hat Heinrich Zille (1858-1929), Mitglied der Preußischen Kunstakademie und 80. Ehrenbürger von Berlin, erst 73 Jahre nach seinem Tod ein eigenes Museum im Nikolaiviertel bekommen, das seit Anfang dieses Jahres mit einer neuen Ausstellung die Besucher lockt.

Am heutigen Mittwoch, den 88. Todestag von Zille, gedenkt der Heinrich Zille-Freundeskreis e.V., Betreiber des Museums, an der Grabstelle auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf dem unvergessenen Zeichner, Humoristen und Gesellschaftskritiker. Zu dessen 160. Geburtstag am 10. Januar kommenden Jahres ist ein Museumsfest geplant. Um dieses auszurichten und das ausschließlich privat finanzierte Museum weiter zu erhalten, sucht der Freundeskreis neue Unterstützer, Sponsoren, Mitarbeiter und Mitglieder. Die Gründungs- und Vorstandsmitglieder Hein-Jörg Preetz-Zille, ein Urenkel des Künstlers, sowie der Schauspieler Walther Plathe versichern: »Wir möchten der Gesellschaft - im Sinne von Zille - auch etwas zurückgeben.« nd

Zille-Museum, Propststraße 11, täglich 11-18 Uhr, www.zillemuseum-berlin.de

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