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»MedienPädagogik - Zeitschrift für Theorie und Medienbildung« wird von jugendhilfe-portal.de als die erste elektronische Zeitschrift der Erziehungswissenschaft im deutschsprachigen Raum bezeichnet. Im wissenschaftlichen Peer-Review-Verfahren sammelt sie hochwertige Informationen zur medienpädagogischen Theoriebildung, ihrem Diskurs, über die empirische Medienforschung und ihre Methoden und stellt die Daten als Open Access jedem kostenlos zur Verfügung (medienpaed.com). Hinter der Zeitschrift stehen die Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) und der Fachbereich Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich.

Seit 2000 gibt »MedienPädagogik« neben zahlreichen Einzelbeiträgen und Rezensionen jährlich zwei themenspezifische Ausgaben heraus. Genannt seien »Medienbildung und Informatische Bildung. Quo vadis?« und »Neue Fernsehserien und ihr Potential für eine kritische Medienpädagogik« sowie ihre jüngste Ausgabe »Die Konstitution der Medienbildung. Zwischen interdisziplinärem Forschungsfeld und bildungswissenschaftlicher (Sub-)Disziplin«.

Einer der Einzelartikel beschäftigt sich mit dem Projekt der »Multiplikatorenschulung« für Lehramtsstudierende der Justus-Liebig-Universität Gießen. Anhand des Interaktiven Whiteboards (IWB) sollen die Studierenden für die »Entwicklung der Digitalisierung von Unterrichtsräumen« sensibilisiert und ihre Medien- und medienpädagogische Kompetenz gefördert werden. In Form von modularen Workshops durchlaufen sie eine 28-stündige Qualifizierungsreihe, in der sie sich mit den medientechnischen und mediendidaktischen Gesichtspunkten des IWB auseinandersetzen, um anschließend als Tutoren andere Studierende zu qualifizieren. Das Ganze funktioniert nach dem Schneeballsystem: Die so Fortgebildeten sollen ihrerseits andere Studierende weiterbilden.

Selbstverständlich ist die Ausbildung von Tutoren und die Konzipierung eines eigenen Unterrichts und seiner Materialien mit Bestandteil der Qualifizierung. Folgerichtig wurde mit den höheren Jahrgängen begonnen. Der Artikel fächert auf, wie dieses Qualifizierungsprogramm aufgebaut ist, gleicht die allgemeine Zielsetzung mit dem Prozess selbst ab und gibt Empfehlungen. Man kommt dort zu dem Schluss, dass Medienkompetenz »multipliziert« werden könne. Sprich, das Projekt sei im Prinzip erfolgreich. Probleme gebe es dagegen mit der Ausstattung, stehen den Studierenden doch zu wenig Whiteboards zur Verfügung. Zudem bräuchte es hinsichtlich der Hilfskräfteverträge mit den ausgebildeten Tutoren eine größere Verbindlichkeit. Anlass dieses Projekts war die Diskrepanz zwischen der Anschaffung von IWBs an hessischen Schulen und der mangelhaften Kompetenz seitens der Lehrkräfte.

Auch Rezensionen kommen in der Zeitschrift nicht zu kurz. Eine eigens dafür vorgesehene Redaktion betreut deren Site. Schon im Vorfeld werden die Bücher angekündigt, die in Planung sind. Darunter ist Literatur zu vernetztem Lehren zu finden wie auch Medienkompetenz als Beitrag zur sozialen und kulturellen Inklusion.

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