Ralf Klingsieck, Paris 12.08.2017 / Politik

Schnell, bequem, erfolgreich, aber viel zu teuer

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV entstand ein Zwei-Klassen-System im französischen Bahnverkehr.

Der Ur-TGV 1981 bei der Einfahrt in den Pariser Gare de Lyon

Frankreichs Hochgeschwindigkeitszug TGV kommt in die Jahre, und der einstige Liebling der Nation muss sich heute sein nicht mehr akzeptables Kosten-Nutzen-Verhältnis vorrechnen lassen. Anfang Juli wurden zwar in Richtung Südwest- und Westfrankreich die neunte und die zehnte Strecke in Betrieb genommen. Doch gleichzeitig kam das Signal, dass es vorläufig keine weiteren Hochgeschwindigkeitsstrecken geben werde. Ob später noch welche gebaut werden können, steht in den Sternen.

Dabei hatte alles so erfolgreich angefangen. Die erste Strecke des TGV (Train à grande vitesse - Hochgeschwindigkeitszug) wurde 1981 in Betrieb genommen. Dass diese teure Technologie ihre Chance bekam, dafür sorgte die Ölkrise 1973/74, denn der Hochgeschwindigkeitszug wird elektrisch betrieben und Frankreich mit seinen vielen Kernkraftwerken hatte reichlich preiswerten Strom.

Die Franzosen haben diesen Zug, der anfangs mit einer Reisegeschwindigkeit von 26...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: