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Schnell, bequem, erfolgreich, aber viel zu teuer

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV entstand ein Zwei-Klassen-System im französischen Bahnverkehr.

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Frankreichs Hochgeschwindigkeitszug TGV kommt in die Jahre, und der einstige Liebling der Nation muss sich heute sein nicht mehr akzeptables Kosten-Nutzen-Verhältnis vorrechnen lassen. Anfang Juli wurden zwar in Richtung Südwest- und Westfrankreich die neunte und die zehnte Strecke in Betrieb genommen. Doch gleichzeitig kam das Signal, dass es vorläufig keine weiteren Hochgeschwindigkeitsstrecken geben werde. Ob später noch welche gebaut werden können, steht in den Sternen.

Dabei hatte alles so erfolgreich angefangen. Die erste Strecke des TGV (Train à grande vitesse - Hochgeschwindigkeitszug) wurde 1981 in Betrieb genommen. Dass diese teure Technologie ihre Chance bekam, dafür sorgte die Ölkrise 1973/74, denn der Hochgeschwindigkeitszug wird elektrisch betrieben und Frankreich mit seinen vielen Kernkraftwerken hatte reichlich preiswerten Strom.

Die Franzosen haben diesen Zug, der anfangs mit einer Reisegeschwindigkeit von 26...


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