Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Verbotenes Mauerblümchen

Jugendrichter plädiert für Freigabe von Cannabis / Hanfparade in Berlin

Berlin. »Police in helicopter, a search fi marijuana«, »Polizisten in Helikoptern suchen nach Marihuana«, sang John Holt 1983 im Reggae-Klassiker »Police in Helicopter«. Doch ob diese kleinen Pflänzchen auf dem Fensterbrett einem Beamten in der Luft auffallen würden, darf man bezweifeln. Sein Kollege auf der Straße allerdings würde wohl anhalten und den Besitzer der fraglichen Blumentöpfe zur Rede stellen. Denn der Anbau von Cannabis sativa beziehungsweise Cannabis indica ist hierzulande verboten. Ebenso Einfuhr, Handel, Erwerb und Besitz der aus dieser Pflanze gewonnenen Produkte: Haschisch und Marihuana.

Nichtsdestotrotz kiffen immerhin 3,1 Prozent der 18- bis 64-Jährigen hierzulande regelmäßig. Cannabis ist damit die mit Abstand beliebteste illegale Droge. Damit dies nicht so bleibt, werden an diesem Samstag in Berlin Tausende auf die Straße gehen. Auf der Hanfparade fordern sie unter dem Motto »Breiter kommen wir weiter« die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel.

Auch der Jugendrichter Andreas Müller plädiert dafür, dass die Politik nach der Bundestagswahl Cannabis freigibt. Der Schaden, den die Prohibition anrichte, sei enorm, sagte er im Interview mit dem »neuen deutschland«. Für eine Legalisierung der Droge sprechen sich auch FDP, Grüne und Linkspartei aus. Selbst bei den Konservativen gebe es inzwischen Tendenzen, die in Richtung kontrollierte Freigabe gehen, betonte Müller, der auf der Hanfparade sprechen wird.

Jemand, der es nicht zur Demo schaffen wird, ist Ralf. Er muss sein Geschäft im Wedding offenhalten. Ralf betreibt seit 22 Jahren die »Sun Seed Bank«. In dem so genannten Growshop gibt es fast alles, was der Cannabis-Aficionado für Konsum und Anbau braucht. Die wichtigste Zutat findet er dort jedoch nicht, weil verboten: Cannabis. spo Seiten 4 und 14

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln