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Trump droht Maduro mit »militärischer Option«

Pentagon: Es gibt keine konkreten Pläne / US-Präsident lehnt Gesprächsangebot der venezolanischen Regierung ab

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Berlin. US-Präsident Donald Trump richtet seine verbalen Drohungen nun auch gegen Venezuela - auf die dortige Krise zu reagieren gebe es mehrere Möglichkeiten, »darunter eine militärische Option, falls nötig«, sagte Trump in New Jersey. Die Regierung in Caracas nannte Trumps Drohung einen »Akt der Verrücktheit«. Konkrete Pläne für einen Militäreinsatz gibt es aber offenbar nicht. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es noch keine entsprechenden Anweisungen aus dem Weißen Haus.

»Wir haben Truppen auf der ganzen Welt, an weit entfernten Orten. Venezuela ist nicht sehr weit weg und die Menschen dort leiden und sterben«, sagte Trump nach Beratungen mit US-Außenminister Rex Tillerson und der UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, in seinem Golfclub in Bedminster. Er nannte die Lage in dem südamerikanischen Land »sehr gefährlich«.

Die venezolanische Regierung verurteilte Trumps Äußerungen. Verteidigungsminister Vladimir Padrino sprach von einem »Akt der Verrücktheit« und warf Washington »Extremismus« vor. In Venezuela tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen der sozialistischen Regierung und der Opposition, mindestens 125 Menschen wurden bei den politischen Unruhen seit Anfang April getötet. Die US-Regierung hatte nach der Wahl der verfassunggebenden Versammlung in Venezuela Ende Juli Sanktionen gegen Staatschef Maduro verhängt und sein Vermögen in den USA eingefroren. Das Weiße Haus bezeichnete Maduro als »Diktator« und kritisierte das neue Gremium als »rechtswidrig«. Am Mittwoch erließen die USA außerdem Strafmaßnahmen gegen weitere venezolanische Amtsträger.

Eine Anfrage aus Caracas für ein Telefonat der beiden Staatschefs lehnte Trump am Freitag ab. Der US-Präsident werde erst mit Maduro sprechen, wenn die Demokratie in Venezuela wiederhergestellt sei, teilte das Weiße Haus mit.

Maduro hatte Trump am Donnerstag bei einer Rede vor der verfassunggebenden Versammlung ein Gesprächsangebot unterbreitet. »Sind Sie nicht daran interessiert, mit Venezuela zu reden? Hier bin ich.« Er strebe »normale« Beziehungen zu Washington an, sagte er. Zugleich warnte er die USA: Auf mögliche Aggressionen werde Venezuela »mit den Waffen in der Hand« reagieren. Maduro bekräftigte außerdem seinen Vorwurf, wonach Washington hinter einem Angriff auf einen venezolanischen Armeestützpunkt am vergangenen Sonntag stecke.

In sozialen Medien in Südamerika wurden die Worte Trumps heiß diskutiert und kritisiert: weil sie Maduro stärken können, der viel Rückhalt aus der angeblichen Bedrohung durch den »Imperialismus« bezieht und der Opposition in seinem Land Umsturzpläne zusammen mit den USA vorwirft.

Trotz aller Differenzen sind die USA der wichtigste Abnehmer von Erdöl, ohne die Exporte in die USA droht die Staatspleite. Nach dem derzeitigen Ölpreis importieren die USA für rund zehn Milliarden Dollar im Jahr Öl aus dem am Rande des Ruins stehenden Landes. Agenturen/nd

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