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Trump löst zwei Beratergremien zur Wirtschaftspolitik auf

Nach Rücktrittswelle von Firmenchefs schafft der US-Präsident Fakten

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Washington. US-Präsident Donald Trump hat nach einer Rücktrittswelle seiner Berater zwei Beratungsinstanzen zu Fragen der Wirtschaftspolitik aufgelöst. Er setze den beiden Gremien ein Ende, anstatt die dort vertretenen Firmenchefs unter Druck zu setzen, schrieb Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter. »Danke an alle!«, fügte er hinzu. Bei den Gremien handelt es sich um den Rat für Industrie sowie das Strategie- und Politikforum.

Die Mitglieder des Forums erklärten, sie wünschten »ernsthaft«, zu wichtigen Diskussionen über eine bessere Lebensqualität der US-Bürger beitragen zu können. Doch die Debatte über die Beteiligung an dem Forum entferne sie davon. Daher hätten der Präsident und sie beschlossen, das Forum aufzulösen.

Am Montag hatte der Chef des Pharmakonzerns Merck, Kenneth Frazier, sein Ausscheiden aus dem Industriebeirat bekannt gegeben. Er protestierte damit gegen Trumps Haltung zum Aufmarsch hunderter Rassisten am Samstag in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia. Eine 32-jährige Gegendemonstrantin wurde getötet, als ein 20-jähriger Anhänger der Neonazis sein Auto offenbar absichtlich in eine Gruppe von Gegnern des Aufmarschs steuerte. Andere Firmenchefs folgten Fraziers Beispiel. Vor der Auflösung der beiden Gremien kündigten unter anderen Intel-Chef Brian Krzanich und Under-Armour-Gründer Kevin Plank an, dass sie als Trump-Berater nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch der Chef der Gewerkschaft AFL-CIO, Richard Trumka, trat zurück. Ursprünglich zählten die beiden Gremien jeweils etwa 20 Mitglieder.

Trump sprach wiederholt von »Gewalt auf vielen Seiten« und stellte damit die Neonazis auf eine Stufe mit den antirassistischen Gegendemonstranten. Agenturen/nd

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