Werbung

Venezuelas Parlament wehrt sich

Generalstaatsanwältin Ortega ins Ausland geflohen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Caracas. Der Konflikt um die Gewaltenteilung in Venezuela spitzt sich zu. Das von der Opposition dominierte Parlament Venezuelas hat am Wochenende seine Entmachtung durch die Verfassunggebende Versammlung abgewiesen. »Dieses Parlament bestätigt seine Kompetenz als legislatives Organ«, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Nationalversammlung, Freddy Guevara, auf einer Sondersitzung. Die von Präsident Nicolàs Maduro einberufene Verfassunggebende Versammlung hatte am Freitag per Dekret die Entmachtung des Parlaments beschlossen und dessen Aufgaben übernommen.

Das von der Mitte-rechts-Opposition dominierte Parlament hatte ausländische Diplomaten eingeladen, die Parlamentssitzung am Samstag persönlich zu verfolgen. In Caracas akkreditierte Diplomaten aus 19 Staaten, unter ihnen aus Deutschland, Österreich und den USA, wohnten der Sondersitzung des Parlaments bei, berichtete die Zeitung »El Nacional«.

Laut Guevara will die Verfassunggebende Versammlung Verträge absegnen und internationale Zahlungen zur Stützung der maroden venezolanischen Wirtschaft sicherstellen. Das Parlament werde aber »keine Verträge billigen, die die Verfassung verletzen«, erklärte er. Venezuelas regierungstreuer Oberster Gerichtshof spricht dem Parlament wiederum das Recht zu solchen Entscheidungen ab.

Unterdessen ist die nach einem wochenlangen Machtkampf mit Maduro abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega trotz eines Ausreiseverbots nach Kolumbien geflohen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Abgeordneten Germán Ferrer, landete sie in der Hauptstadt Bogotá, wie die kolumbianische Einwanderungsbehörde am Freitag (Ortszeit) mitteilte.

Ortega wirft Präsident Maduro vor, das Erbe des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez zu beschmutzen; er wolle im Land mit den größten Ölreserven der Welt eine Diktatur errichten. Agenturen/nd

Kommentar Seite 4

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen