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No pasarán

In Boston, Barcelona und Berlin kamen Rechtsradikale nicht durch

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Berlin. »Es ist Zeit, etwas zu tun« - so hat es eine Teilnehmerin der großen Demonstration gegen Nationalisten, Antisemiten und Rassisten in Boston formuliert. Und Katie Zipps war damit nicht allein: In der US-Metropole stellten sich am Wochenende rund 40 000 Menschen einer von Rechtsradikalen angemeldeten Kundgebung in den Weg. Diese beendeten ihre Aktion angesichts der Gegenproteste vorzeitig. Der Bürgermeister von Boston, Marty Walsh, dankte später den Gegendemonstranten für ihre »Botschaft der Liebe, nicht des Hasses« und ihren Einsatz gegen den Rassismus und Antisemitismus von Verfechtern einer weißen Vorherrschaft und »Nazis«.

Boston war nicht die einzige Stadt, in der am Wochenende gegen Rechts protestiert wurde. Im Berliner Stadtteil Spandau stellten sich am Samstag hunderte Menschen einem Aufmarsch von Neonazis entgegen, die dort den NS-Kriegsverbrecher Rudolf Heß feiern wollten. Die Rechtsextremen kamen allerdings nicht weit und mussten schließlich umkehren. Zu den Protesten hatten unter anderem linke Gruppen, Parteien und Gewerkschaften aufgerufen. Die Kirche unterstützt die Aktion. Berlins Innensenator Andreas Geisel hätte den Aufmarsch zur Verherrlichung des bis zu seinem Suizid 1987 in Berlin inhaftierten Hitler-Stellvertreters am liebsten untersagt. »Ein Verbot wäre mir sehr sympathisch gewesen«, sagte der SPD-Mann. »Wir haben das sehr sorgfältig geprüft und festgestellt, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung leider auch für Arschlöcher gilt.«

Auch in Barcelona war Protest gegen Rechtsradikale erfolgreich. Nach der Terrorattacke hatten Neonazis am Rande des Ramblas-Boulevards versucht, die Trauer um die Anschlagsopfer für Hassbotschaften und Propaganda gegen Geflüchtete zu instrumentalisieren. Den Rechten, die unter anderem mit Fahnen der Identitären Bewegung und der faschistischen Bewegung Falange aufgelaufen waren, stellten sich rund 200 Menschen entgegen, sie riefen »Faschisten raus aus unseren Stadtvierteln!«. Einige skandierten: »No pasarán.« Schließlich zogen sich die Neonazis unter Jubel der Menge zurück. Sie kamen nicht durch. nd/Agenturen Seiten 3, 7 und 11

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