Trittin: Die FDP ist eine Anti-Europa-Partei

Grünen-Politiker sieht Freidemokraten unter Lindner europapolitisch in der Nähe der AfD: Nehme Spaltung Europas billigend in Kauf

Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Berlin. Im Wahlkampf hat der Grünen-Politiker Jürgen Trittin die Freidemokraten für ihren Kurs in Sachen EU kritisiert. »Die Lindner-FDP ist eine Anti-Europa-Partei. Mit ihrem Programm nimmt sie die Spaltung und das Ende Europas sehenden Auges billigend in Kauf«, sagte der Außenexperte der Grünen, der dem linken Flügel der Ökopartei zugerechnet wird. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner habe im Parteiprogramm »ein Austrittsrecht aus dem Euro« durchgesetzt. Dieses würde »im Ergebnis dazu führen, dass der Euro scheitert. Das spaltet Europa, könnte es auseinanderreißen. Eine solche Position vertritt in Deutschland sonst nur die AfD«, so Trittin in der » Neuen Osnabrücker Zeitung«.

Der Grüne richtete sich direkt an die Anhängerschaft der Freidemokraten. »Ich würde mir als gestandener ehemaliger Wähler von Genscher oder Westerwelle ernsthaft überlegen, ob ich einen Politiker wähle, der im Kern in vielen Fragen in eine Richtung blinkt, die ich sonst nur von Rechtsaußen kenne«, sagte Trittin weiter. Mit Blick auf die Frage, ob eine Regierungszusammenarbeit mit den Freidemokraten möglich sei, sagte er: »Man kann nur feststellen - Grüne und FDP vertreten vielfach das Gegenteil.«

Er verwies zudem darauf, dass nach einem Austritt der Briten aus der EU auch die Bundesrepublik die durch fehlende Beiträge aus London entstehende entstehende Finanzlücke schließen helfen müsse. »Deutschland ist der größte Profiteur der Europäischen Union. Jeder Euro, den man dafür ausgibt, ist gut angelegtes Geld«, sagte Trittin. »Wir sind eine Exportnation. Fast drei Viertel unserer Ausfuhren gehen in den Euro-Raum. Wenn dort keine zahlungsfähige Nachfrage mehr besteht, kriegen wir ein Problem.« Ähnlich hatte sich bereits Sigmar Gabriel zuvor geäußert und dazu aufgerufen, eine Debatte über höhere Zahlungen an die EU zu führen, statt Brüssel immer nur als Faß ohne Boden schlechtzureden. Agenturen/nd

Aus dem nd-Shop
95 polemische Thesen gegen die herrschende Ordnung
Eine Streitschrift für eine gerechtere Welt Wie vor 500 Jahren der bekannteste deutsche Augustinermönch aus Zorn über die Lage seiner Kir...
9.99 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen