Werbung

Mit Nazis spricht man nicht

Robert D. Meyer fordert den Rücktritt des Bautzener Vizelandrats Witschas

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Aus dem schwarz regierten Sachsen ist die antifaschistische Seele permanenten Kummer gewohnt. In einem Bundesland, dessen sich als Staatspartei aufspielende CDU weit am rechten Rande und darüber hinaus Politik betreibt, gilt die Meldung, dass der Bautzener Vizelandrat Udo Witschas wenigstens seine Zuständigkeit für die Ausländerbehörde verliert, nachdem sein freundschaftlicher Chat mit einem bekannten NPD-Kader publik wurde, fast als Erfolgsnachricht. Frage: Wie tief kann der politische Anspruch im Freistaat sinken?

Während in wohl jedem anderen Bundesland ein Politiker alle seine öffentlichen Posten hätte räumen müssen, liefert in Sachsen bei Strategieabsprachen eines CDU-Amtsträgers mit Rechtsradikalen dessen Chef Michael Harig sogar noch die Rechtfertigung, Witschas habe aus »Unerfahrenheit« gehandelt. Brauchen man dort ernsthaft ein Handbuch für Beigeordnete, in dem steht, dass der oberste Aufseher eines Landkreises für Asyl- und Flüchtlingsfragen keine Absprachen mit Rassisten zu treffen hat?

Doch in Ostsachsen hat dieser Umgang mit Nazis inzwischen System: Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) hat es vorgemacht, Landrat Harig traf sich auch zwei Mal mit Rechtsradikalen, da kann die CDU doch niemanden schassen, nur weil der seinen Chef offenbar in vorauseilendem Gehorsam noch übertreffen will. Ernsthaft?

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!