Peking steckt im Dilemma

Chinas Präsident Xi Jinping will die Wirtschaft gleichzeitig modernisieren und kontrollieren

  • Von Finn Mayer-Kuckuk, Peking
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es klingt wie eine riesige Chance zur Erneuerung des Wirtschaftssystems: Privatinvestoren erhalten künftig mehr Möglichkeiten, sich an Chinas Staatsbetrieben zu beteiligen. Das gab die kommunistische Regierung jüngst bekannt - als Vorbereitung auf einen Parteitag im Herbst, bei dem sie zahlreiche Reformprogramme vorstellen will. Die Umbildung der Staatsfirmen soll die »Dynamik, Wettbewerbsfähigkeit und Krisenfestigkeit« der Unternehmen steigern, sagte Präsident Xi Jinping.

Ökonomen hören sehr genau hin, wenn Chinas Führung solche Ankündigungen macht. Chinas Wirtschaft war von den 1950ern bis in die späten 1970er Jahre komplett nationalisiert. Auch heute noch befinden sich viele Firmen im Besitz der öffentlichen Hand. Kleine Betriebe im Gemeindebesitz gehören ebenso dazu wie Großkonzerne. Änderungen in Chinas Staatssektor können gewaltige Verschiebungen bewirken, die auf die gesamte Weltwirtschaft ausstrahlen. Staatsmedien taxieren...


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