Arsen aus Alawerdi

Es ist gefährlich, in der armenischen Kupferschmelze ACP zu arbeiten oder in ihrer Nähe zu leben

  • Von Jens Malling, Alawerdi
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Dicker, starker Rauch schwebt zwischen den überdimensionierten Kesseln. Wie ein blau-grauer Schleier legt sich ein Nebel aus Schwefel über Haufen von Schlacke und macht das Atmen schwer. Das Kupfererz brodelt und wirft Blasen. In riesigen Trommeln schmilzt es, leuchtet orange. Der Lärm ist höllisch. Ein Mechanismus wird ausgelöst, das tausend Grad heiße Metall fließt wie durch die Arterien eines Tieres.

Das Kupferkombinat in der Stadt Alawerdi ist ein Labyrinth aus Treppen und versteckten Kontrollräumen. Jahrzehntealter Schmutz liegt überall herum. Die Technik aus Sowjetzeit ist völlig veraltet: undichte Rohre, die sich in ausgefransten Kabeln, losen Drähten und tropfenden Abflüssen verwickeln. In diesem Inferno arbeiten 580 Menschen für etwa 200 Euro Lohn pro Monat.

Man fühlt sich ins 19. Jahrhundert zur Geburt der Industrialisierung in England zurückversetzt, zur damaligen Gleichgültigkeit gegenüber der Gesundheit der Arbei...

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