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Spielend leichter Wahlkampf

Die Computerspielemesse Gamescom wird in diesem Jahr politischer

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Berlin. Spielen und chatten bis der Arzt kommt. Für viele Jugendliche und Erwachsene ist das kein Spruch, sondern Realität. Steigender Computerspielekonsum und exzessive Internetnutzung bereiten nicht nur der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), Sorge, sondern können mitunter in ernsthafte Gesundheitsprobleme wie Depression münden. Fast sechs Prozent aller 12- bis 17-Jährigen finden beim Zocken und Surfen kein Maß - Tendenz steigend.

Anlass für die Veröffentlichung der Zahlen war die Eröffnung der Computerspielemesse Gamescom am Dienstag in Köln, die noch bis Samstag Zehntausende Fachbesucher und Spielebegeisterte anlockt. Um Neuerscheinungen und neuaufgelegte Spieleklassiker zu testen, müssen die Fans allerdings früh aufstehen, nachmittags verhindern lange Schlangen den Zugang zu den Zockerplätzen.

Nicht anstehen musste Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die erstmals die Messe eröffnete. Sie durfte ungestört durch die Hallen wandeln, sich mit verkleideten Mitarbeitern fotografieren lassen und Spiele testen. Wie sie beim Rennspiel abgeschnitten hat, ist unbekannt, an den Landwirtschaftssimulator aber soll sie etwas zu forsch herangegangen sein.

Nach einer beginnenden Sucht sah das Spielverhalten jedenfalls nicht aus, auch kümmerte sie sich in ihrer Rede weniger um die soziale Komponente des Zockens als um die Bedeutung der Gaming-Industrie für die deutsche Wirtschaft. Es ist Wahlkampf, und wenn dafür ein paar virtuelle Traktoren über computeranimierte Felder gefahren werden müssen, wird das eben gemacht. Auch andere Politiker haben sich für einen Gamescom-Besuch angemeldet. Ob das die Spieler mehr vom Hocker reißt als das neue »Anno 1800« oder die Neuauflage des Klassikers »Age of Empires«, muss sich aber noch zeigen. grg Seite 16

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